Anhang 10 (SQLServer2005)
Aus Faktura-XP Warenwirtschaft Handbuch und Wiki
Inhaltsverzeichnis |
SQL Server 2005 (Express) - Einsatz und Installation
SQL Server Express ist Nachfolger der Microsoft SQL Server Desktop Engine, vielen eher bekannt unter dem Namen MSDE, und basiert auf dem größeren Bruder SQL Server 2005. Administrierungsaufgaben werden mit SQL Server Management Studio Express ausgeführt. Diese stellt Microsoft kostenfrei zur Verfügung.
Der kostenlose "SQL Server Express" hat zum "SQL Server 2005" folgende Einschränkungen: - Datenbanken sind auf maximal 4 GByte beschränkt. - Maximal ein Prozessor eines Systems wird verwendet. - Maximal ein Gigabyte Hauptspeicher eines Systems kommt zur Anwendung. - Maximal fünf so genannter Pipes werden gleichzeitig verarbeitet.
Damit lässt sich, je nach wirklicher Auslastung, Faktura-XP mit 20 bis 30 Clients betreiben, bevor Leistungseinschnitte bemerkbar werden.
Mindestanforderungen
Installationsvoraussetzungen
1. Internet Explorer 6.0 SP1 oder höher (Voraussetzung für .NET Framework)
2. Microsoft .NET Framework 2.0 (Versionen 1.2 und höher müssen vor Installation von 2.0 erst deinstalliert werden, dazu in der Systemsteuerung unter Software nachsehen)
3. Betriebssysteme mit folgendem Service Packs Windows 2003 Server (SP1) Windows XP (Home oder Professional) (SP2) Windows 2000 Server (SP4) Windows 2000 Professional (SP4)
4. Für die Installation des Management Studios ist der Microsoft Windows Installer (für .msi Files) erforderlich.
Einsatz von SQL Server Express
Sofern Anwendung und SQL Server Express auf dem gleichen Windows-Computer laufen, oder SQL Server Express auf einem Server-Betriebssystem mit Active Directory, werden Ihnen keine Probleme bei der Anwendung einer Datenbank begegnen. Etwas aufwendiger wird es, wenn Ihnen kein Server-Betriebssystem, das als Active Directory eingerichtet ist, als Plattform für SQL Server Express zur Verfügung steht, oder Sie SQL Server Express nicht zumindest auf einem Computer (Windows 2000 SP4, XP Professional, eine Windows Vista-Version oder Windows-7 mit Domänenanbindungsmöglichkeit) installieren können, der Mitglied einer Domäne ist.
Der Grund: Standardmäßig wird SQL Server Express (wie übrigens auch seine großen Brüder) so installiert, dass es die integrierte Sicherheit des Betriebssystems für Anmeldungen an einer SQL Server-Instanz oder einer Datenbank nutzt. Solange wie ein Benutzer (oder eine Anwendung) sich auf dem gleichen System an der SQL Server-Instanz anmeldet, auf dem SQL Server Express selbst auch installiert wurde, ist das kein Problem.
Problematisch wird bei dieser Anmeldemethode die Anmeldung von Rechnern des Netzwerkes, da kein Domänencontroller zur Verfügung steht, der eine vertraute Verbindung zwischen dem Client-Computer und dem Computer, der die SQL-Server Instanz beherbergt, bestätigen könnte. Für solche Fälle ist die so genannte Gemischter Modus-Authentifizierung angezeigt. Bei dieser Art der Authentifizierung können Sie sowohl die integrierte Sicherheit von Windows als auch die Authentifizierungsmethode verwenden, die vom SQL Server-System selbst zur Verfügung gestellt wird.
Der Nachteil: Letzterer besteht in geringeren Sicherheitsstandards. Um eine Verbindung auf diese Weise zu einem SQL Server aufzubauen, müssen Kennwort und Benutzername beim
Verbindungsaufbau angegebenen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Anmeldedaten dadurch kompromittiert werden könnten, ist daher ungleich höher, wenn sie nicht auf geschickte
Weise in Ihrer Software verschlüsselt werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass Sie in Netzwerken, in denen Active Directory nicht zur Verfügung steht, keine automatisierte Installation(die so genannte »stille Installation« von SQL Server Express) durchführen sollten, da diese standardmäßig Integrated Security als Zugangsart einrichtet.
Um sich spätere Konfigurationsarbeit zu sparen, ergibt es mehr Sinn, schon während der Installation ein Administratorkennwort für die Anmeldung an der Instanz ohne integrierte Sicherheit vergeben und auch die Anmeldemethode direkt auf Gemischter Modus einstellen. Da entsprechende Administrationswerkzeuge fehlen, ist die spätere Umstellung nur mit entsprechenden Systemaufrufen durch gespeicherte Prozeduren zu bewerkstelligen und damit für ungeübte Daten-Banker nicht unbedingt so ohne weiteres machbar.
Der spätere Ersatz durch SQL Server 2005 ist garantiert.
SQL Server 2005 Express - Einsatz und Installation
Installation von SQL Server 2005 Express Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie SQL Server Express installieren. Sie haben die Möglichkeit, eine »stille Installation« durchführen zu lassen, oder aber die Konfiguration mit Hilfe eines Assistenten zu durchlaufen. Die folgenden Abschnitte beschreiben die assistentengestützte Installation.
Abbildung 1: Bestätigung des Endanwenderbenutzervertrags.
Klicken Sie auf Ich stimme den Bedingungendes Lizenzvertrags zu,um die Lizenzvereinbarung zu akzeptierenund klicken Sie anschließend auf Weiter, um zum nächsten Schritt zu gelangen. Klicken Sie auf Installieren, um mit der Installation zu beginnen. Der Installationsassistent richtet nun die erforderlichen Komponenten ein, die für die weitere Installation erforderlich sind. Klicken Sie anschließend auf Weiter.
Wenn die System-Konfigurationsüberprüfung abgeschlossen wurde, sehen Sie die eigentlichen Installationsassistenten von SQL Server Express, etwa wie in der folgenden Grafik zu sehen.
Abbildung 2: - Klicken Sie auf Weiter, um zur erweiterten Systemkonfigurierungsüberprüfung zu gelangen. Auf Maschinen mit weniger als 512 Mbyte Hauptspeicher sehen Sie möglicherweise eine Mindestanforderung an die Hardware-Warnung. Für kleinere Datenbankanwendung reicht ein Hauptspeicher von 256 MByte (Windows 2000) bzw. 386 MByte (Windows XP, Windows 2003) aber aus, sodass Sie in diesem Fall die Warnung ignorieren können.
- Klicken Sie auf Weiter.
Abbildung 3: Registrierungsinformationen. - Entfernen Sie in diesem Dialog das Häkchen bei Erweiterte Konfigurationsoptionen ausblenden. - Klicken Sie anschließend auf Weiter.
Abbildung 4: Bestimmen Sie in diesem Dialog den Installationsumfang. -Klicken Sie anschließend auf Weiter.
Abbildung 5: In diesem Dialog bestimmen Sie, unter welchem Namen die SQL Sever-Instanz später zu erreichen ist. - Bestimmen Sie den Namen der SQL Server-Instanz, die Ihre Datenbanken später verwalten soll. Sie müssen später die Verbindungszeichenfolgen² von MEDFASOP.udl und MEDFASOP. Data.txt entsprechend anpassen. - Klicken Sie auf Weiter.
² Data Source=Daten-Server\SQL-Server-Instanz
Abbildung 6: Bestimmen Sie die Aktivierung des SQL-Browser-Dienstes, damit diese SQL-Instanz später von anderen Computern des Netzwerkes aus per Imstanznamen gefunden werden kann.
- Damit Sie die SQL Server-Instanz später beispielsweise mit dem Verbindungsdialog des Server-Explorers von Visual Studio finden können, schalten Sie den SQL-Browser-Dienst auf diesem Computer direkt mit ein, indem Sie das entsprechende Häkchen setzen.
- Klicken Sie anschließend auf Weiter.
Abbildung 7: Authentifizierungsmodus mit dem sich Clients an der Instanz und an von ihr verwalteten Datenbanken anmelden können (Siehe Ausführungen auf Seite 1). - Wählen Sie „Gemischter Modus“und bestimmen Sie erstmalig das Systemadministrator- Kennwort („sa“) mit 1234, mit dem Sie sich später an der Instanz anmelden, und dort den Administrator bestimmen.
- Klicken Sie anschließend auf Weiter. Die Einstellungen der nächsten drei Dialoge können Sie so belassen, wie sie vorgegeben sind. Klicken Sie dreimal auf Weiter, und anschließend auf Installieren, um den eigentlichen Installationsvorgang zu starten und die Einrichtung abzuschließen.
Konfiguration der Netzwerkeinstellungen
Damit eine SQL Server Instanz im Netzwerk erreichbar ist, müssen Sie die Netzwerkprotokolle konfigurieren und ggf. einschalten. Sollten Sie SQL Server Express auf einem Windows XP-System mit Service Pack 2 betreiben, und dieser Rechner nicht Teilnehmer einer Active Directory Domäne sein, müssen Sie obendrein die Firewall konfigurieren:
- Um die Netzwerkprotokolle einzurichten, starten Sie den SQL Configuration Manager aus dem Startmenü(Start/Alle Programme/Microsoft SQL Server 2005/Konfigurationstools/SQL Server Configuration Manager). - Öffnen Sie in der linken Baumstruktur den Zweig SQL Server 2005-Netzwerkkonfiguration, und klicken Sie auf Protokolle für SQLEXPRESS.
Abbildung 8: Aktivieren Sie in diesem Dialog die entsprechenden Protokolle, wenn Sie von anderen Rechnern des Netzwerkes aus auf diese SQL Server-Instanz zugreifen wollen. - Öffnen Sie in der rechten Liste das Kontextmenü über dem Eintrag Named Pipes. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Aktivieren. - Öffnen Sie das Kontextmenü in der rechten Liste über dem Eintrag TCP/IP. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Aktivieren.
Firewall-Einstellungen unter Windows XP SP2 und Windows Server 2003
Durch Firewallsysteme kann der nicht autorisierte Zugriff auf Computerressourcen verhindert werden. Um über eine Firewall auf eine Instanz von SQL Server Database Engine (Datenbankmodul) zugreifen zu können, müssen Sie die Firewall auf dem Computer mit SQL Server entsprechend konfigurieren.
Achtung: Das Öffnen von Ports in der Firewall kann dazu führen, dass der Server böswilligen Angriffen ausgesetzt ist. Daher sollten Sie Ports grundsätzlich nur dann öffnen, wenn Sie sicher sind, dass Sie das Konzept von Firewallsystemen verstanden haben.
Konfigurieren Sie die Firewall so, dass autorisierten Benutzern oder Computern der Zugriff auf diesen Port gewährt wird.
Falls sich ein SQL Server auf einem Windows XP-SP2-Rechner befindet, der nicht zu einer Active Directory-Domäne gehört, schalten Sie die entsprechenden Ports für den SQL Server- bzw. SQL Browser-Dienst frei.
Dazu wählen Sie unter Arbeitsplatz -> Systemsteuerung -> Sicherheitscenter Windows Firewall aus, oder per Start -> Ausführen und geben dann firewall.cpl ein. So gelangen Sie in das Menü der Firewall und können dort beliebige Einstellungen festlegen.
Um nun die Portfreigabe der Firewall zu konfigurieren folgen Sie Schritt für Schritt den Anweisungen:
1. Klicken Sie im Dialogfeld Windows-Firewall auf die Registerkarte Ausnahmen, und klicken Sie dann auf Port hinzufügen.(Port...)
2. Geben Sie im Dialogfeld Port hinzufügen SQL Server <Instanzname> in das Textfeld Name ein.
3. Geben Sie im Textfeld Portnummer die Portnummer der Instanz von Database Engine (Datenbankmodul) ein, z. B. 1433 für die Standardinstanz.
4. Prüfen Sie, ob TCP ausgewählt ist, und klicken Sie dann auf OK.
5. Klicken Sie auf Port hinzufügen, geben Sie SQL Server-Browser in das Textfeld Name ein, geben Sie 1434 in das Textfeld Portnummer ein, wählen Sie UDP aus, und klicken Sie dann auf OK, um den Port für den Zugriff auf den SQL Server-Browser-Dienst zu öffnen.
Hinweis: Aktivieren Sie in der Ausnahmenliste die Datei- und Druckerfreigabe, da nur so die Ansteuerung über Named Pipes funktionieren wird (Port 445). Dieser Port ist standardmäßig in der Ausnahmenliste vorhanden.
6. Schließen Sie die Dialogfelder Windows-Firewall und Eigenschaften.
Hinweis: Klicken Sie im Dialogfeld Windows-Firewall auf Programm, um zusätzliche Optionen zu erhalten, beispielsweise das Gewähren von Zugriff auf bestimmte Programme und das Einschränken des Zugriffs auf bestimmte IP-Adressen oder Netzwerksubnetze.
Firewall-Einstellungen unter Windows Vista und Windows Server 2008 und höher
Anhand der folgenden Prozeduren wird die Windows-Firewall unter Verwendung des MMC-Snap-Ins (Microsoft Management Console) "Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit" konfiguriert. Das Snap-In ist ab Windows Vista und Windows Server 2003 verfügbar. Von der Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit wird nur das aktuelle Profil konfiguriert.
Achtung: Das Öffnen von Ports in der Firewall kann dazu führen, dass der Server böswilligen Angriffen ausgesetzt ist. Daher sollten Sie Ports grundsätzlich nur dann öffnen, wenn Sie sicher sind, dass Sie das Konzept von Firewallsystemen verstanden haben.
Konfigurieren Sie die Firewall so, dass autorisierten Benutzern oder Computern der Zugriff auf diesen Port gewährt wird.
Um nun die Portfreigabe der Firewall zu konfigurieren folgen Sie Schritt für Schritt den Anweisungen:
1. Klicken Sie im Menü Start auf Ausführen, geben Sie WF.msc ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
2. Klicken Sie im linken Bereich von Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit mit der rechten Maustaste auf Eingehende Regeln, und klicken Sie dann im Aktionsbereich auf Neue Regel.
3. Wählen Sie im Dialogfeld Regeltyp die Option Port aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
4. Wählen Sie im Dialogfeld Protokoll und Ports die Option TCP aus. Wählen Sie Bestimmte lokale Ports aus, und geben Sie dann die Portnummer der Instanz von Database Engine (Datenbankmodul) ein, z. B. 1433 für die Standardinstanz. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Aktion die Option Verbindung zulassen aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
6. Wählen Sie im Dialogfeld Profil beliebige Profile aus, die die Verbindungsumgebung des Computers beschreiben, wenn Sie eine Verbindung zum Database Engine (Datenbankmodul) herstellen möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.
7. Geben Sie im Dialogfeld Name einen Namen und eine Beschreibung für die Regel ein, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.
So ermöglichen Sie den Zugriff auf SQL Server bei der Verwendung von dynamischen Ports:
1. Klicken Sie im Menü Start auf Ausführen, geben Sie WF.msc ein, und klicken Sie anschließend auf OK.
2. Klicken Sie im linken Bereich von Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit mit der rechten Maustaste auf Eingehende Regeln, und klicken Sie dann im Aktionsbereich auf Neue Regel.
3. Wählen Sie im Dialogfeld Regeltyp die Option Programm aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
4. Wählen Sie im Dialogfeld Programm die Option Dieser Programmpfad aus. Klicken Sie auf Durchsuchen, navigieren Sie zu der Instanz von SQL Server, auf die Sie durch die Firewall hindurch zugreifen möchten, und klicken Sie dann auf Öffnen. Standardmäßig befindet sich SQL Server im Verzeichnis C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSSQL10_50.MSSQLSERVER\MSSQL\Binn\Sqlservr.exe. Klicken Sie auf Weiter.
5. Wählen Sie im Dialogfeld Aktion die Option Verbindung zulassen aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.
6. Wählen Sie im Dialogfeld Profil beliebige Profile aus, die die Verbindungsumgebung des Computers beschreiben, wenn Sie eine Verbindung zum Database Engine (Datenbankmodul) herstellen möchten, und klicken Sie dann auf Weiter.
7. Geben Sie im Dialogfeld Name einen Namen und eine Beschreibung für die Regel ein, und klicken Sie dann auf Fertig stellen.
.












